Peter Fink (1907 – 1984) 

Biografische Angaben

Peter Fink wurde 1907 in Grand Rapids in Michigan geboren.

Um Kunst zu studieren, ging er nach Chicago. Nach dem Abschluß des Studiums übernahm er eine Stelle in einem Betrieb für handgefertigte Designteppiche, Vsoske, Inc. Innerhalb seiner Zeit bei Vsoske war Fink für eine Präsentation von Vsoske Design im Museum of Modern Art in New York im Jahr 1940 verantwortlich.

Nach zehn Jahren Vsoske zog er nach New York, wo er als Verpackungsdesigner und Stellvertretender Leiter der Werbeabteilung das französische Bekleidungshaus von Lucien Lelong repräsentierte. Viele seiner Design-Entwürfe dieser Zeit befinden sich heute in der Sammlung des Cooper Hewitt Museum in New York. Mitte der 40er Jahre verließ er Lelong und wechselte als Modefotograf zu Lanvin, ein Wendepunkt in seiner Karriere.

In den 50er Jahren begann Peter Fink dann mit ausgedehnten Reisen in die ganze Welt. Sie führten ihn nach Frankreich, Japan, Tunesien, Ägypten, Hongkong, Portugal und Spanien. Er fotografierte Aristokraten, Feste und Feierlichkeiten, Kinder, Straßenszenen, das Landleben, Straßen und Wüsten, Natur und Architektur. Von der American Federation of Arts wurde Fink beauftragt, die griechischen und römischen Ruinen in Nordafrika zu filmen.

Seit den 60er Jahren lebte Fink abwechselnd in New York und Paris. Er fotografierte weiterhin Menschen der Modewelt, begann daneben aber auch immer häufiger, Aufnahmen von lichtdurchfluteten Strassen, architektonisch spannenden Hochhäusern, reflektierenden Glasfassaden oder Porträts bekannter Persönlichkeiten zu machen. Viele dieser Persönlichkeiten zählten zu seinem engen Freundeskreis, wie der Fotograf Edward Steichen, die Schauspieler Frederik March und Irene Pappas, Senator Abraham Ribicoff und der Maler Eric Sloan. Eine besonders tiefe Freundschaft, die auch das gegenseitige Schaffen stark beeinflusste, verband Peter Fink mit dem Fotografen Andreas Feininger. Der Pianist Vladimir Horowitz und dessen Ehefrau Wanda Toscanini standen ihm ebenfalls sehr nahe.

Bis auf wenige Ausnahmen fotografierte Peter Fink in Schwarz-Weiß. Seine zentralen Themen seit den 60er Jahren sind Akte von Frauen und Männern, Mannequins, Menschen, Blumen, Porträts von bekannten Persönlichkeiten aus Film und Politik, Familien, Kinder, Reisefotografien von Landschaften und Menschenschicksalen, Straßenszenen, Hochhaus-Architekturen aus New York und San Francisco, Stadtlandschaften oder Spiegelungen (Refractions).

In der 160 schwarz/weiß Fotos umfassenden Retrospektive Peter Fink – Photographs, 1969 in der Gallery of Modern Art, New York wurden zum ersten Mal seine Refractions ausgestellt.

1984 verstarb Peter Fink in New York.

 

Ausstellungen (alph.)

Amerika

Andover, Addison Gallery of American Art, Massachusetts
Baltimore, Baltimore Museum of Art
Chicago, Art Institute of Chicago
Dallas, Meadows Museum
Hartford, Wadsworth Atheneum
Houston, Museum of Fine Arts of Houston
Los Angeles, Los Angeles Museum of Fine Arts
New York, Metropolitan Museum of Art
New York, Museum of the City of New York
New York, Museum of Modern Art
New York, Gallery of Modern Art, 1969, Retrospective
New York, Cooper Hewitt Museum
Philadelphia, Bodley Gallery, 1976
Philadelphia, Philadelphia Museum of Fine Arts
Phoenix, Phoenix Art Museum
Portland, Portland Art Museum, Perceptions in Photography – Peter Fink
San Francisco, de Young Memorial Museum
Santa Barbara, Santa Barbara Museum of Fine Arts
Tulsa, Philbrook Art Center
Washington, Smithsonian Institution, National Collection of Fine Arts

 

Außerhalb Amerikas

Berlin, Morgen Contemporary, Das Vergessen des Spiegels, 2008 
Frankfurt am Main, Amerika Haus
Holland, Hague
Jerusalem, Israel Museum
London, Morgen Contemporary zu Gast bei Patrick Heide Contemporary Art, Discarding the Mirror, 2008
Mannheim, Kunsthalle Mannheim, Von der Wiederfindung der Romantik, 2005

Paris, Bibliothèque Nationale

 

Liste der Werke in öffentlichen Sammlungen und Museen (alph.)

Andover, Addison Gallery of American Art, Massachusetts
Chicago, Art Institute of Chicago
Frankfurt am Main, DZ Bank
Frankfurt am Main, Museum für Moderne Kunst
Mannheim, Kunsthalle Mannheim
New York, Metropolitan Museum of Art
New York, Museum of the City of New York
New York, Museum of Modern Art
New York, New York Historical Society
Paris, Bibliothèque Nationale
Phoenix, Phoenix Art Museum
San Francisco, San Francisco Museum
Washington, Smithsonian Institution, National Collection of Fine Arts

sowie in zahlreichen privaten Sammlungen in Amerika und Europa